Emissionsdaten Tierfettverbrennung

 
Für die Verarbeitung der eingesammelten Rohwaren wird thermische Energie benötigt.
Die Dampferzeuger in den Verarbeitungsbetrieben Oberding, Kraftisried, Mering und St. Erasmus
wurden auf spezielle Brenner umgerüstet, um diesen Energiebedarf mit dem eigens erzeugten
Endprodukt "Tierfett" zu decken.
Somit kann an diesen Standorten nahezu vollständig auf fossile Brennstoffe, wie Heizöl oder
Erdgas, verzichtet werden.
Das Tierfett, das aus Schlachtnebenprodukten und toten Tieren der Kategorie 1 hergestellt wird,
durchläuft mehrere Aufbereitungs- und Reinigungsprozesse. So dass am Ende ein nachhaltiger
Brennstoff mit der gleichen Qualität wie Heizöl EL zur Verfügung steht.
Trotz der guten Qualität wird durch die deutsche Gesetzgebung das Verbrennen von Kat 1 Tierfett
nach Abfallrecht (17.BimSchV) gefordert. Dies wird derzeit aber nur in Bayern umgesetzt;
in den übrigen Bundesländern wird eine Auslegung angewandt, die es erlaubt die 4. BimSchV anzuwenden:
Die Mehrkosten für die kontinuierliche Messung und deren Überwachung betragen rd. 35.000 € je Standort
im Vergleich zu Anlagen z.B. in Baden Württemberg, welche nach der 4. BimSchV betrieben werden dürfen.
Umweltrelevante Parameter wie NOx, Staub und CO sind kontinuierlich zu erfassen und aufzuzeichnen.
Parameter, die nicht kontinuierlich erfasst werden, sind durch ein § 26 zugelassenes Institut regelmäßig
bestimmen zu lassen.
Unsere Dampferzeuger wurden im laufe des Jahres 2008/2009 mit den kontinuierlichen Messeinrichtungen
und automatischen Auswertegeräten nach 17.BimSchV ausgestattet.
In St. Erasmus werden die Emissionsdaten seit dem 07.01.2009 kontinuierlich aufgezeichnet.
Nach §18 der 17. BimSchV hat der Betreiber der Verbrennungsanlagen die aufgezeichneten
Emissionsdaten der Öffentlichkeit zur Einsicht zur Verfügung zu stellen.
Die in 2009 aufgezeichneten Daten werden im April 2010 auf unserer Homepage und in der Stadt Waldkraiburg veröffentlicht.
 
 
     

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